Montag, 11. April 2011

Rezension: "Magic 8 - Ein Sommer voller Wünsche" von Risa Green

  • Gebundene Ausgabe: 349 Seiten
  • Verlag: Arena; Auflage: 1 (Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401065823
  • ISBN-13: 978-3401065823
  • Originaltitel: The secret society of the pink crystall ball
Warum gerade dieses Buch?
Ganz ehrlich: Bevor mir die nette Frau Kraut dieses Buch als Rezensionsexemplar anbot, wusste ich nichts von "Magic 8". Als es ankam, freute ich mich sehr, denn ich erwartete eine niedliche Geschichte für die jüngere Zeilgruppe und  war sehr gespannt auf das Buch. Doch ich ahnte nicht, dass ich mich so gut unterhalten fühlen würde und dass dieses Buch nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich ein kleines Highlight für jedes Bücherregal ist. 

Um was geht's:
Erin ist es Leid, so ein langweiliges Leben zu haben, ganz ohne interessante Wendungen oder Überraschungen. Doch wie macht man sein eigenes Leben spannender? Das muss sich Erin nicht lang überlegen, denn sie erfährt, dass ihre geliebte Tante Kiki verstorben ist. Ihre Tante, die in ihrer eigenen Welt lebte und die den Kontakt zu ihrer Familie vor einem Jahr abgebrochen hatte. Eine rosa Kristallkugel ist alles, was Kiki Erin vererbt. Erin versteht nicht, was es mit dieser Kugel auf sich hat. Sie hat so viele Fragen; Warum brach der Kontakt ab? Warum musste ihre Tante sterben? Und ist die Kristallkugel tatsächlich magisch? Als Erin erfährt, was die Kristallkugel für Kräfte besitzt, bekommt ihr Leben neuen Schwung, aber auch die Probleme lassen nicht lange auf sich warten. Zum Glück stehen ihre zwei besten Freundinnen Samantha und Lindsay ihr zur Seite und unterstützen sie, wo sie nur können. Außerdem ist da noch ihr Kunst-Partner Jesse, für den Erin mehr als nur Freundschaft empfindet. Da ist Chaos natürlich vorprogrammiert.

Charaktere:
Die Protagonistin heißt Erin und geht in die zehnte Klasse. Ich mochte sie auf Anhieb. Sie beschreibt sich selbst als langweilig und durchschnittlich und am Anfang mochte das auch so wirken, doch während ich das Buch las, merkte ich, dass Erin sehr facetenreich ist. Sie überraschte mich immer wieder, weil sie sich ab und zu was neues traute und auch versuchte, sich im postiven Sinne zu verändern. Sie will nicht das langweilige Mädchen sein, das nie über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Ihre Wandlung ist wunderbar zu beobachten. Ihre Taten konnte ich so gut wie immer nachvollziehen. Sie öffnete sich und war bereit für neues und das fand ich klasse. Noch ein Grund, warum ich Erin so mochte: Ich konnte mich unglaublich gut mit ihr identifizieren, ich bin ihr teilweise echt ähnlich (natürlich nicht in allen Eigenschaften, aber in vielen) - sie ist eine Perfektionistin, schreibt gute Noten, hasst es, jemanden zu enttäuschen ...
Hier noch eine Textstelle, die mir sehr gefällt und die zu Erin's Wandlung wunderbar passt.
Eine sehr kluge Person hat einmal versucht, mich davon zu überzeugen, dass die Welt voller Möglichkeiten und Gelegenheiten steckt , voller Verwicklungen und Wendungen. So sollte ich sie sehen und nicht als eine Welt, in der alles in kleine Boxen für mich vorsotiert war. Inzwischen weiß ich, dass sie recht hatte. (S. 319)
Die zwei anderen Hauptpersonen, Samantha und Lindsay, die zwei besten Freundinnen von Erin, fand ich genauso liebenswert! Samatha, das wunderschöne, reiche Mädchen, das unter den Streitigkeiten der Eltern leidet, wertete das Buch mit sarkastischen Kommentaren auf. Lindsay, klein und abergläubisch, fand ich genauso gelungen. Sie leidet unter fiesen Mobbing-Attacken von einer Mitschülerin und versucht mit Voodoo-Puppen und sonstigem "magischem" Zeug sie sich vom Hals zu halten, was natürlich nicht klappt. Beide (oder besser gesagt alle drei) fand ich interessante, gut gezeichnete Charaktere, mit eigenen Charakterzügen oder Macken. Es hat mir sehr viel spaß gemacht, die Geschichte mit diesen drei Mädels zu erleben.

Kritik: 
Risa Green schafft die Balance zwischen dem wahren Leben und der Magie. Dieses Buch hat mich verzaubert, und ich bin mir sicher, wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, hätte ich es in einem Rutsch durchgelesen, denn es hat alles was ein gutes Jugendbuch haben muss: Spannung, fantastische Geschichte, wunderbare Charaktere, typische Jugend-Probleme wie Verliebtsein, Mobbing usw. Aber auch über Themen wie den Tod spricht sie offen und vermittelt die Gefühle von Erin gut. Alles war verständlich und nachvollziehbar. Natürlich spiel auch die (erste) Liebe ein Rolle, die Entwicklung zwischen Erin und Jesse hat mir gut gefallen, richtig süß fand ich die beiden. Die Idee mit der magischen Kristallkugel fand ich klasse, denn so etwas ist mir in der Literatur noch nicht begegnet. "Magic 8" hat mir schöne, lustige oder auch traurige Lesestunden beschert und ich freute mich immer wieder, dieses Buch weiter lesen zu können. Gut, die Geschichte ist nicht sehr anspruchsvoll, es ist eher ein schönes Buch für zwischendurch, was sich aber definitiv lohnt! Eine Sache muss ich aber ein wenig kritisieren; manchmal war die Geschichte vorhersehbar. Trotzdem ist das nichts, weshalb ich das Buch nicht lesen würde, denn die ganze Idee ist super und die Umsetzung ist sehr gelungen.

Schreibstil:
Risa Green's Schreibstil ist nicht anspruchsvoll, dafür lässt er sich sehr flüssig lesen. Verständnisprobleme gab es keine. Die Geschichte wird in der ersten Person Singular Präsens aus der Sicht von Erin erzählt. Gute Wahl, denn so gelang es der Autorin, Erin's Gefühle und Empfindungen gut rüberzubringen.

Cover:
Das Cover ist sooo schön! In echt sieht das Buch noch viel toller aus, die Farben, die Verzierungen - wow. Und das kleine süße Kristallherz mitten auf dem Cover. Außerdem fasst sich das Buch auch gut an. Sowas sieht klasse im Bücherregal aus und macht mich glücklich ;) Was will man mehr?

Fazit:
"Magic 8 - Ein Sommer voller Wünsche" ist ein toller Jugendroman über das Erwachsenwerden und über große und kleine Veränderungen im Leben, die das Leben erst so richtig lebenswert machen. Das gibt begeisterte 4 von 5 Sternen.


Ein riesiges Dankeschön für dieses Rezensionsexemplar geht an den Arena-Verlag!


Kommentare:

  1. Das Buch ist mir heute zufällig in die Hände gefallen. :) Ich kannte es vorher auch nicht.
    Ich hoffe, dass es mir genauso gefallen wird.

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  2. Ich finde den Schreibstil von Risa green auch gut.Den Deutschen Cover finde ich sehr toll, vorallem mit dem Herzsteinchen in der Mitte. jedoch finde ich den Englischen cover nicht gerade wow. Ich finde es zwar toll dass man die kristallkugel sieht aber man sollte Erin nicht sehen. Denn der Schreibstil lässt einen sein eigenes bild von eriin vor augen schweben und dass man sie dann sieht verwirrt einen. auf jeden fall mich. es finde den epilog auch nicht so gut, weil das sie die Kristallkugel an Samatha weitervererbt passt irgendwie nicht ins Konzept. finde auf jeden Fall ich. Sonst fande ich das buch einfach klasse. So richtig für jugendliche.

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  3. @Maja: Bin ganz deiner Meinung! :D

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  4. ich hab das buch gelesen und finde es einfach nur schön.. ich hätte mich gefreut wenn es noch einen 2 teil gegebn hätte.. ich habe von 22:00 bis 2:00 morgens gelesen und als ich wieder aufgewacht bin am nächsten morgen musste ich einfach weiterlesen es ging nicht anders ,ich empfele jeden das buch weiter ..ich bin jetzt auch irgendwie traurig weil das jetzts chon leider zuende ist .. aba es lohnt sich
    PS:ich bin 12 jahre alt

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  5. ich habe das buch auch und kann es nur weiter empfehlen! Ich bin gerade auf seite 235 :)

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