Dienstag, 7. August 2012

Kurzrezension: "Die Auserwählten - Im Labyrinth"

Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden. via

Was für ein Buch, was für eine Spannung! Es ist wirklich fast unmöglich, dieses Buch aus der Hand zu legen, denn hier passiert wirklich alles Schlag auf Schlag. So viele Geheimnisse, die man aufdecken muss, so viele Rätsel, die es zu lösen gilt. So muss ein Jugendbuch sein! Die Handlung ist wunderbar undurchschaubar, die unerwarteten Wendungen überschlagen sich fast, man ist überrascht, der Atem stockt - ein extremer Page Turner!

Es gibt sehr viele Charaktere, von denen aber nur die wenigsten genauer beschrieben werden. In dem ganzen Buch kommt nur ein einziges Mädchen vor, was ich aber ganz und gar nicht schlimm fand, es war zur Abwechslung mal schön, mehr über einen Jungen zu lesen. Nicht alle Charaktere waren perfekt ausgearbeitet, aber das kann man bei der Menge auch gar nicht erwarten. Die, die wichtig sind, wurden sehr genau gezeichnet.

Ein wenig irritiert hat mich die gewählte Erzählperspektive, denn obwohl man die Handlung aus Thomas Sicht erlebt, erzählt ein Erzähler der dritten Person. Das hat mich immer wieder stolpern lassen. Auch der Schreibstil war am Anfang stockend und es wimmelte nur vor Wiederholungen. Ich habe aber den Verdacht, dass das an der Übersetzung liegt, daher kann man das kaum als Kritikpunkt ansehen.

Das Cover gefällt mir sehr, vor allem die Farbe hat es mir angetan. Nur frage ich mich immer noch, wer dieser junge Mann ist, denn Thomas kann es nicht sein. Insgesamt betrachtet hatte ich sehr viel Spaß mit "den Auserwählten". Das Buch strotzt nur so vor Action und lässt ein Kopfkino der Extraklasse entstehen. Top. 9 Punkte (von 10).

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Kommentare:

  1. Es ist schon eine Weile her, dass ich das Hörbuch hierzu gehört habe. Irgendwie kann ich mich nicht recht entscheiden, wie ich das Buch bewerten soll. Einerseits fand ich es spannend und alle sind so begeistert davon und ich glaube in den Fortsetzungen wird es noch viel aufregender, weil viel mehr aufgeklärt wird. Andererseits sind mir die Figuren aber überhaupt nicht nahe gegangen, sondern kamen mir sehr distanziert vor :/ Ich habe aber noch die Vermutung, dass es vielleicht an der Übersetzung lag.

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    1. Ich weiß, was du meinst, das Problem hatte ich am Anfang auch, also dass ich mich nicht mit den Personen identifizieren konnte und dass sie mir fremd vorkamen. Die Übersetzung ist sicher ein Grund dafür, aber auch die Erzählperspektive, wie ich schon oben geschrieben habe, hat mich der "Er-Erzähler" sehr irritiert, man kann so gar nicht in die Person hineinsehen. Oder es liegt einfach daran, dass es Jungs sind, wer weiß? ;)
      Aktuell lese ich ja den zweiten Teil und mir kommt Thomas viel "menschlicher" vor, als er es je im ersten Teil getan hat.
      Hast du vor, die Folgebände zu lesen?

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    2. Stimmt, beim personalen Erzähler ist das immer noch mal schwerer sich in die Figuren reinzuversetzen. Und dazu kommt wirklich die Jungenperspektive, was wahrscheinlich wiederrum heißt, dass es sehr authentisch geschrieben ist ;)

      Ich habe schon Lust die Folgebände zu lesen, bin neugierig auf die Auflösung. Ich glaube dann lese ich das erste auch noch mal quer im Original.

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